Wie Change Prozesse vorbildlich scheitern

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Olivieri

Wider besseren Wissens geschieht in Veränderungsprozessen so manches Schräges und Skurriles. Man nehme es mit Humor: Ein paar wunderbare Regeln wie ich Change-Projekte scheitern und Unternehmen in den Stillstand bringen kann.

Zunächst 15 ComTeam-Tipps, die auch in unserem Buch „Verändern – Change-Praxis für Entscheider und Führungskräfte“ ausführlich beschrieben sind:

1. Konzentriere Dich aufs Wesentliche, lasse Zusammenhänge außer Acht!
2. Löse nur Probleme, die sichtbar sind.
3. Starte Dein Projekt erst, wenn wirklich alles zu Ende gedacht ist.
4. Versuche möglichst alles selber im Griff zu behalten und vermeide Reflexionen über die Projektarbeit.
5. Produziere möglichst viel Druck und möglichst hohes Tempo.
6. Diffamiere Engagement und Unternehmungslust als Hektik.
7. Beschäftige nur Veränderer im Projekt.
8. Sorge für Geheimhaltung oder für großzügige Informationspolitik.
9. Finde oder erfinde Sündenböcke.
10. Beschreibe nur Probleme, die zu Deinen Lieblingslösungen passen.
11. Sorge dafür, dass stets bei den Anderen begonnen werden muss.
12. Sorge dafür, dass die ungeschriebenen Regeln in Deiner Organisation ungeschrieben bleiben.
13. Halte die Ressourcen für die Projektarbeit möglichst knapp.
14. Vermeide Konflikte oder integriere bestehende Konfliktpositionen.
15. Führe rasch Beschlüsse herbei und sorge dafür, dass sie für Veränderungen gehalten werden!

Sehr unterhaltsam auch ein Video auf youtube. http://youtu.be/Ug83sF_3_Ec
Besonders gut gefällt mir „maximale Beschlussdynamik bei minimaler Umsetzungsdynamik.“

Nicole Detambel

Geboren 1968, seit 2012 tätig als Beraterin und Trainerin bei der Comteam Academy und Consulting. Ich arbeite schwerpunktmäßig mit Führungskräften in Veränderungsprozessen. Die Herausforderungen dieser Rolle kenne ich von beiden Seiten: In der Vergangenheit selber als Führungskraft in Unternehmen MitarbeiterInnen durch den Change zu belgeiten und nun Unternehmen in diesem Prozess einfühlsam und kompetent zu beraten. Wenn es gelingt, die vermeintlichen „Soft-Themen“ im Change in ihrer Bedeutung auch im business-Kontext besprechbar zu machen, ist dies immer eine große Motivation für mich. Und meine therapeutische Weiterbildung ist mir dabei sehr nützlich. In meiner Arbeit treffe ich immer wieder auf neue Persönlichkeiten und unterschiedliche Unternehmen mit ihrer jeweils einzigartigen Kultur. Dafür braucht es Neugier, Einfühlungsvermögen und schnelle Orientierung in unterschiedlichen Kontexten.

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Nicole Detambel 2017-11-15T10:00:12+00:00 12. April 2015|

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